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Kopf
Kreide und Pinsel in Schwarz auf bräunlichem Packpapier. 1990.
23,8 x 31,8 cm.
Unten links mit Bleistift signiert "M Croissant" und datiert.
Croissants reduzierte Zeichnung wirkt streng in ihrer Ästhetik und archaisch in ihrer künstlerischen Aussage. Der Künstler sucht in der Darstellung seiner Köpfe nach einer reinen, völlig abstrahierten Form, die den innersten Kern des Dargestellten sichtbar macht. Croissant entdeckte "mit dem ägyptischen Totenkult eine antike Tradition, die er in eine zeitgemäße künstlerische Sprache umsetzte. Folglich war sein Schaffen seit den 1970er Jahren geprägt durch das ewig menschliche Thema Vergänglichkeit: Verlust, Auslöschung, Tod. Dieses Thema verkörpert sich in einer abstrakten, anonymen und abweisenden Form, innerhalb der das Menschenbild nur noch als Gestaltzeichen aufscheint". (Georg-Kolbe-Museum 2003).
Kopf
Bronzeblech, geschweißt, mit dunkelbrauner Patina. 1994.
38 x 29,5 x 6,7 cm.
An der Innenseite eingefräst unten monogrammiert "M C", datiert und mit der Nummer "478". Unikat.
"Michael Croissants bildhauerisches Werk mutet, besonders von den späten Bronzeskulpturen her gesehen, abstrakt an. Sein Motiv war jedoch ausschließlich die kreatürliche Figur. Die frühen Bronzen tasten sich von der Naturform hin zum Amorphen, gewissermaßen zu den Frühstadien der materiellen, bloß brütenden Existenz. Seit Mitte der 1970er Jahre verschweißt er Eisen-, Blei- und Bronzeflächen zu wuchtigen Figuren oder Köpfen, immer abstrakter werdende Zeichen eines die Materie beherrschenden Geistes. Ab 1980/81 arbeitet Croissant mit 3 - 4 mm dicken Bronzeplatten, aus denen er Segmente herausschneidet und diese zu liegenden oder aufrechtragenden Figuren und Köpfen zusammenschweißt. Diese Arbeitsweise, der er bis an sein Lebensende treu bleibt, führt den Künstler schrittweise zu einer Formalisierung des Figurenmotivs hin zum Konstrukt. Dabei gelingt es ihm - und das ist die großartige Leistung seines Spätwerkes - bei größtmöglicher Reduktion der Figur zur geometrischen Hohlform, jeder Skulptur durch eine je eigene Umrisskontur, eine körperhaft existentielle Präsenz zu bewahren." (Ronald Appel, Galerie Appel, Frankfurt/Main)
Provenienz: Galerie Ohse, Bremen
Sammlung Ostertag, Wilhelmshaven
Los 8053Croissant, Michael
Kopf mit Schultern
Auktion 103
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.250€ (US$ 1,437)
Kopf mit Schultern
Bronze. 1983.
18 x 14 x 8 cm.
Verso am Unterrand mit dem Monogramm. Auflage 20 num. Ex.
Croissant sucht in der Darstellung seiner "Köpfe" nach einer reinen, völlig reduzierten Form, die den innersten Kern des Dargestellten sichtbar macht. Seine Köpfe wirken statuarisch und streng in ihrer Ästhetik, archaisch in ihrer künstlerischen Aussage. Croissant entdeckte "mit dem ägyptischen Totenkult eine antike Tradition, die er in eine zeitgemäße künstlerische Sprache umsetzte. Folglich war sein Schaffen seit den 1970er Jahren geprägt durch das ewig menschliche Thema Vergänglichkeit: Verlust, Auslöschung, Tod. Dieses Thema verkörpert sich in einer abstrakten, anonymen und abweisenden Form, innerhalb der das Menschenbild nur noch als Gestaltzeichen aufscheint" (Georg-Kolbe-Museum 2003). Der Kopf besticht durch seine raue, etwas grob belassene Oberfläche, die in schönem Kontrast zu der strengen Symmetrie der stereometrischen Form steht.
Provenienz: Privatbesitz Süddeutschland
Kopf. Bronze mit brauner Patina. Höhe 22 cm; Breite 12 cm; Tiefe 2,8 cm. Verso am Unterrand mit dem Monogramm und der Bezeichnung "E(preuves d')A(rtiste)". (1987).
Croissant sucht in der Darstellung seiner "Köpfe" nach einer reinen, völlig reduzierten Form, die den innersten Kern des Dargestellten sichtbar macht. Seine Köpfe wirken statuarisch und streng in ihrer Ästhetik, archaisch in ihrer künstlerischen Aussage. Croissant entdeckte "mit dem ägyptischen Totenkult eine antike Tradition, die er in eine zeitgemäße künstlerische Sprache umsetzte. Folglich war sein Schaffen seit den 1970er Jahren geprägt durch das ewig menschliche Thema Vergänglichkeit: Verlust, Auslöschung, Tod. Dieses Thema verkörpert sich in einer abstrakten, anonymen und abweisenden Form, innerhalb der das Menschenbild nur noch als Gestaltzeichen aufscheint" (Georg-Kolbe-Museum 2003). Der Kopf besticht durch seine rauhe, etwas grob belassene Oberfläche, die in schönem Kontrast zu der strengen Symmetrie der stereometrischen Form steht. Vereinzelt Grünspan.
Provenienz: Privatbesitz Süddeutschland
Kopf. Bronze mit goldbrauner Patina. Höhe 21 cm; Breite 14,5 cm; Tiefe 3,9 cm. Verso am Unterrand mit dem Monogramm. Auflage 25 num. Ex.
"Der Wechsel von konvexen zu konkaven Flächen, die leichte Torsion senkrechter und waagerechter Achsen und Konturen vermitteln biomorphe Bewegtheit im so starr hermetischen Material der Bronze. Croissant erstellt – und das ist seine größte Naturnähe – eine von Innen her logische Außenform" (michael croissant, in: museums plattform nrw 2012). Die vertikale Mittelachse des Gesichtes steht in einer Schräge leicht nach links geneigt. Der Kopf, eine exakte geometrische Konstruktion, gewinnt so an Dynamik. In der minimalistischen Darstellung liegt eine bemerkenswerte künstlerische Konzentration. Wie meist, verzichtet Croissant auf einen Sockel. Kleine Schleifspuren.
Provenienz: Privatbesitz Süddeutschland
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“
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