Es wurden 10 Lose gefunden. Künstlerbenachrichtigung aktivieren
Los 6807Itten, Johannes
Tänzerin (Studie)
Auktion 124
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
3.000€ (US$ 3,448)
Tänzerin (Studie)
Bleistift auf Velin. 1915.
39,8 x 22,8 cm.
Unten links mit Bleistift signiert "Itten", verso (von fremder Hand?) bezeichnet "Schauspieler Lindberg".
Mentha 143 (mit Abb., dort als Tuschezeichnung angegeben).
"Jeder Mensch ist bildnerisch begabt." - Fast ein halbes Jahrhundert vor Beuys postuliert Itten im Jahr 1928 seine These, mit der er Kunst und Leben zu einer Einheit formen wollte. Bereits 1919, im Gründungsjahr des Bauhauses, wurde er als einer der ersten Meister vom Direktor Walter Gropius nach Weimar berufen. Schon zu dieser Zeit positionierte sich Itten als Künstler auf radikale Weise mit dem Konzept, in allen Kunstformen eine "höchst mögliche Entmaterialisierung der Einzeldinge" zu erreichen, ein Gedanke, den er programmatisch im Bauhaus-Almanach "Utopia. Dokumente der Wirklichkeit" formuliert. Die vorliegende frühe figürliche Darstellung zeugt von der Bandbreite in Ittens Schaffen, der sich neben seiner Kunst auch mit den esoterischen, lebensreformatorischen und naturwissenschaftlichen Ideen seiner Zeit auseinandersetzte. Fächerartig nebeneinanderliegende Linien formulieren die sitzende Gestalt der Tänzerin in spannungsreicher Abstraktion.
Provenienz: Privatsammlung Rheinland
Ketterer, München, Auktion 377, 14.05.2011, Lot 331
Spruch
Farblithographie auf dünnem Karton. 1921.
29,4 x 22,8 cm (35,3 x 25 cm).
Signiert "Itten". Auflage 110 Ex.
Wingler I/4, Itten 223, Söhn HdO 101-3.
Spruch von O.Z. Hamisch (Gruss und Heil den Herzen). "Als glühender Anhänger der Mazdaznan-Lehre, die er auch am Bauhaus mit absoluter Konsequenz vertrat, zitiert er hier in einem Spruchblatt den Leitsatz des Gründungsvaters Otoman Zar-Adusht Hanish." (staatsgalerie.de, Zugriff 24.09.2024). Blatt 3 der Ersten Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Erste Mappe. Meister des Staatlichen Bauhauses in Weimar, Verlag Müller & Co., 1922. Gedruckt in der Druckerei des Staatlichen Bauhauses. Prachtvoller, in den Farben kräftiger Druck mit dem vollen Rand.
Los 8101Itten, Johannes
Haus des weißen Mannes
Auktion 124
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.000€ (US$ 1,149)
Haus des weißen Mannes
Lithographie auf glattem Velin. 1922.
25,2 x 24 cm (35 x 28,1 cm).
Signiert "Itten". Auflage 100 Ex.
Wingler I/3, Itten 222, Söhn HdO 101-4.
Blatt 3 der Ersten Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Erste Mappe. Meister des Staatlichen Bauhauses in Weimar, Verlag Müller & Co., Potsdam 1922. Die Gesamtauflage betrug 110 Exemplare. Architektonische Studie Ittens, basierend auf der Grundform des Würfels, die in ausdrucksvollem Hell-Dunkel-Kontrast variantenreiche Ausgestaltung findet. Prachtvoller, kontrastreicher Druck mit dem vollen Rand.
Los 8138Itten, Johannes
Studie zu Perlmuttermädchen
Auktion 114
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
875€ (US$ 1,006)
Studie zu Perlmuttermädchen
Blei- und Farbstift auf Briefpapier. 1931.
22 x 27,8 cm.
Verso mit dem Nachlaßstempel "JItten".
Wagner Nr. 1931-005-Z.
Die auf dem Briefpapier "Johannes Itten/Ontos Verlag" gezeichnete Skizze eines Perlmuttermädchens besticht in ihrer zarten Farbigkeit in Hellblau und Rosa sowie in den runden, voluminösen Formen der sitzenden Figur. Sie entstand 1931 in Zürich, wo Itten nach dem Disput mit Walter Gropius die Ontos-Kunstschule für Naturstudium, Komposition, Form- und Farblehre und Graphik in Herrliberg gegründet hatte. Ergänzend dazu rief er zudem die "Ontos Werkstätten" für Handweberei-Smyrna-Teppichknüpferei und Gobelins ins Leben. Wir danken Christoph Wagner für hilfreiche Auskünfte.
Provenienz: Nachlass Johannes Itten
Privatbesitz Berlin
Ausstellung: Johannes Itten - Künstler und Lehrer, Kunstmuseum Bern, Kaiser-Wilhelm-Museum Krefeld, Galerie d. Stadt Stuttgart, Bern,Krefeld,Stuttgart 1984, Nr. 168
Johannes Itten, Galerie Uwe Sacksofsky, Heidelberg 1999, o.Nr., Abb. S. 15
Literatur: Christoph Wagner, Johannes Itten. Werkverzeichnis, Band I. Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen. 1907-1938, München 2018, S. 294, Nr. 1931-005-Z
Los 8395Itten, Johannes
Schule. Eine Farbstudie mit Grundfarben, drei Farbgitter
Auktion 113
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
5.000€ (US$ 5,747)
Schule. 1 Farbstudie mit Grundfarben, 3 Farbgitter
4 Blatt Mischtechnik, teils collagiert, auf Velin. Um 1930.
Bis 61 x 36 cm.
Der Schweizer Künstler Johannes Itten revolutionierte 1919 am neugegründeten Bauhaus in Weimar die gestalterische Ausbildung der Schüler. Bis heute bildet seine Lehre die Basis an vielen internationalen Designhochschulen. In seinen kunstdidaktischen Grundlagen förderte er erstmalig das Experimentieren mit Formen und Farbe. Nach Meinungsverschiedenheiten mit Walter Gropius verließ er 1923 das Bauhaus und ging zurück in die Schweiz, wo er sich auch dem textilen Handwerk verschrieb. Von 1926 bis 1934 leitete er eine eigene Schule in Berlin und von 1932 bis 1938 die Höhere Fachschule für Textile Flächenkunst in Krefeld.
Unsere Schülerarbeiten entstanden um 1930 an der Berliner Itten Schule. Anders als in Weimar wurde dem Farbstudium ein eigener Kurs zugeteilt. Ziel des Kurses war es, „Farben sehen zu lernen“. Die Farbstudien legten die Schüler in Gitterkompositionen an, dabei spielten die Kontraste (Hell-Dunkel-; Kaltwarm-; Komplementär-; Simultan-, Qualitäts- und Quantitätskontrast) eine bedeutende Rolle.
Eine Bestätigung der Zuschreibung an die Ittenschule von Magdalena Droste liegt vor (E-Mail vom 2. März 2019).
Los 8396Itten, Johannes
Schule. Ein Teppichentwurf, zwei Farbgitter
Auktion 113
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
2.000€ (US$ 2,299)
Schule. 1 Teppichentwurf, 2 Farbgitter
3 Blatt Mischtechnik auf Velin. Um 1930.
25 x 43,5 cm; 17,3 x 20,9 cm (2 Blatt).
Nach seinem Disput mit Walter Gropius schloss Itten sich in Herrliberg bei Zürich der Mazdaznan-Tempel-Gemeinschaft an. Neben der Ontos-Kunstschule gründete er auch die Ontos-Werkstätten für Handweberei, Smyrna-Teppichknüpferei und Gobelins. Seine leitende Position in Krefeld an der Höheren Fachschule für Textile Flächenkunst von 1932 bis 1938 verdeutlicht seine zunehmende Spezialisierung auf dem Gebiet. Im Juni 1927 verlässt Georg Muche das Bauhaus, wo er Leiter der Weberei von 1921 bis 1927 war. Bereits im September beginnt er mit seiner Tätigkeit an der Itten Schule, wodurch sich der Schwerpunkt auf den Bereich der Webkunst fokussiert. Die Struktur des vorliegenden Teppichentwurfs ist fast haptisch erfahrbar. Die geometrischen Formen, mit denen die Fläche aufgeteilt wird, zeigen typische Elemente von Ittens Formenlehre, dem Verhältnis zwischen Linie und Fläche, auf. Die Struktur der beiden Farbgitter weist ebenfalls textile Merkmale auf.
Eine Bestätigung der Zuschreibung an die Ittenschule von Magdalena Droste liegt vor (E-Mail vom 2. März 2019).
Los 8397Itten, Johannes
Schule. Geometrische Flächenstudie, drei Farbgitter
Auktion 113
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
2.125€ (US$ 2,443)
Schule. 1 Geometrische Flächenstudie, 3 Farbgitter
1 Aquarell, 1 Bleistiftzeichnung, 2 Blatt Mischtechnik, sämtlich auf Velin. Um 1930.
Bis 27 x 34,4 cm.
In der Klarheit des geometrischen Aufbaus besticht unser Aquarell, das die Formenlehre der Itten-Schule wunderbar widerspiegelt. Die Farbgitter in Blau und Rot sowie in Bleistift geben die Kontraste der Farben nuancenreich wieder. Eine Bestätigung der Zuschreibung an die Ittenschule von Magdalena Droste liegt vor (E-Mail vom 2. März 2019).
Los 3589bItten, Johannes
Formen in Bewegung, Abstraktion mit Weintrauben oder Blüten
Auktion 112
Zuschlag
700€ (US$ 805)
Bauhaus. - Itten, Johannes. Formen in Bewegung, Abstraktion mit Weintrauben oder Blüten um ein schräges Panel. Entwurf für ein Exlibris "Johannes Itten". Original-Lithographie in Sepiadruck, mit Bleistift römisch nummeriert und signiert "Itten". 21 x 17,5 cm. Unter Glas in schlichter Holzprofilleiste gerahmt. O. J. (1921).
Das dritte von nur sieben Exemplaren der von Johannes Itten (1888-1967) als "Eprèuve d'Artiste" auf Bütten abgezogenen Sonderausgabe seiner abstrakten Komposition, die er als sein eigenes Signet, als Firmenschild oder auch Exlibris im Jahre 1921 anfertigte. Somit stammt das Werk, das sodann in 70 "normalen" Abzügen, ebenfalls in Sepia gedruckt werden sollte, aus der Zeit des absoluten Höhepunkt seines Schaffens.
Der aus dem Schweizer Wachseldorn stammende Maler, Kunsttheoretiker und Kunstpädagoge hatte Walter Gropius in Wien kennengelernt, der ihn 1919 als Lehrer an das Staatliche Bauhaus in Weimbar berief, wo er u. a. im Jahre 1921 sein berühmte Theorie der Farben entwickelte, mit der er als der Begründer der Farbtypenlehre gilt.
Als "Formmeister" mehrerer verschiedener Werkstätten arbeitete und lehrte Itten am Bauhaus bis 1923, das er in dieser Zeit ganz maßgeblich prägte. Vorliegt hier die Nummer "III" von "VII", unten rechts virtuos in festem Graphitstift mit "Itten" signiert. – Gering angestaubt, minimale, kaum sichtbare Fleckchen, leicht gebräunt, etwas ungerade beschnitten (jedoch wohl im originalen Schnitt), selten.
Komposition
Farbsiebdruck auf Velin. Wohl 1966.
34,8 x 30,2 cm (60,2 x 44,8 cm).
Verso mit dem Nachlaßstempel. Auflage 250 num. Ex.
Verso typographisch bezeichnet, entstanden nach einer Zeichnung Ittens aus dem Jahr 1961. Prachtvoller, farbintensiver Druck mit breitem Rand. Beigegeben: Plakat mit demselben Motiv zur Ausstellung Bauhaus-Archiv Darmstadt, Farbsiebdruck 1967.
Landschaft Tirol
Lithographie auf Velin. 1919.
34,8 x 30,2 cm (60,2 x 44,8 cm).
Signiert.
Itten 159.
Blatt 1 der lithographischen Folge "Sommer 1919". Die Auflage beträgt 225 Exemplare, davon sind 25 signiert. Prachtvoller, tiefschwarzer Druck.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
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