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Los 5396Sabatelli, Luigi
Homines ratione destituti
Auktion 124
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
375€ (US$ 431)
nach. Homines ratione destituti - Eine Sphinx von wilden Kreaturen umgeben. Radierung von Damiano Pernati. 27,6 x 22,5 cm. 1794. Kat. Luigi Sabatelli Disegni e Incisioni, Florenz 1978, S. 33, 3058.
Die vorliegende seltene Radierung ist ein charakteristisches Beispiel für die idiosynkratische und phantasievolle Formenwelt Sabatellis. Das Sujet geht auf ein Motto des Humanisten Erasmus von Rotterdam zurück. Ausgezeichneter Druck mit breitem Rand. Leichte Altersspuren, sonst gut erhalten. - Beigegeben von Damiano Pernati die Radierung Herkules in Halbfigur (Kat. Nr. 3065).
Los 5376Sabatelli, Luigi
Der Engel der Apokalypse erscheint dem hl. Johannes
Auktion 117
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
550€ (US$ 632)
Der Engel der Apokalypse erscheint dem hl. Johannes. Radierung auf Velin. 64,2 x 45,2 cm. 1809/10. Kat. Luigi Sabatelli Disegni e Incisioni, Florenz 1978, Nr. 67.
Das beeindruckende Blatt entstammt einer insgesamt sechsteiligen Folge von Radierungen mit Motiven der Johannesoffenbarung, die Luigi Sabatelli in den Jahren 1809/10 in Mailand schuf. Diese Serie der Apokalypse entstand vermutlich auf Geheiß von Sabatellis wichtigstem Patron, Tommaso Puccini (1749-1811), Direktor der Reale Galleria Fiorentina und Sekretär der florentinischen Accademia di Belle Arti und bildet eine der letzten druckgraphischen Arbeiten des Künstlers. Bereits im Jahr 1807, kurz vor der Entstehung der Folge, malte der Künstler für eine Kirche in der Nähe von Pistoia ein Altarbild, das die Vision des hl. Johannes in Patmos darstellt und auch in der Folge wiederaufgegriffen wird. Prachtvoller, kontrastreicher Druck mit Rand. Geringfügige Alters- und Gebrauchsspuren, der Gesamteindruck jedoch sehr gut.
L'Apocalisse. Folge von 6 Radierungen. Ca. 64,5 x 45,5 cm. 1809/10. Katalog Luigi Sabatelli Disegni e Incisioni, Florenz 1978, Nr. 62-67
Der Maler und Radierer Luigi Sabatelli zählt zu den markantesten Vertretern des Neoklassizismus in Italien. Nach dem Kunststudium in seiner Geburtsstadt Florenz lebte und arbeitete Sabatelli zwischen 1789 und 1794 in Rom, wo er mit der neoklassischen Formenwelt vertraut wurde. Er wurde vor allem von dem Klassizismus Davids angeregt und tendierte zu einer strengen, puristischen Auslegung dieser Stilrichtung, wie diese sich beispielsweise im Werke des David-Schülers François-Xavier Fabre offenbart. 1795 kehrte Sabatelli nach Florenz zurück. Unter dem Einfluss von Antoine-Jean Gros, des Kolorismus von Rubens und der venezianischen Maler des Cinquecento entwickelte Sabatelli eine lebhaftere, malerische Stilsprache, in der sich der Übergang vom Neoklassizismus zur Romantik vollzieht. Die Auffassung des Sublimen, die im Schaffen zeitgenössischer englischer Künstler wie Flaxman und Runciman eine dominierende Rolle spielt, sollte auch Sabatellis Werk grundlegend prägen. Charakteristisch für Sabatellis Zeit ist seine eklektisch gefärbte Themenwahl, die aus Themen der Bibel, der Legende, der antiken Mythologie und der alten griechischen und römischen Geschichte ihre Inspiration schöpft.
Die sechsteilige Folge von Radierungen mit Motiven der Apokalypse nach der Johannesoffenbarung schuf Sabatelli in den Jahren 1809/10 in Mailand. Diese Serie entstand vermutlich auf Geheiß von Sabatellis wichtigstem Patron, Tommaso Puccini (1749-1811), Direktor der Reale Galleria Fiorentina und Sekretär der florentinischen Accademia di Belle Arti und bildet eine der letzten druckgraphischen Arbeiten des Künstlers. Bereits im Jahr 1807, kurz vor der Entstehung der Folge, malte der Künstler für eine Kirche in der Nähe von Pistoia ein Altarbild, das die Vision des Hl. Johannes in Patmos darstellt und auch in der Folge wiederaufgegriffen wird. Die Blätter der radierten Serie umfassen unter anderem eine Darstellung der vier apokalyptischen Reiter sowie den Thron Gottes mit den vierundzwanzig Ältesten. Fünf von sechs der vom Künstler vorbereitend gezeichneten, seitengleichen modelli in brauner Feder haben sich erhalten und wurden 2014 bei Sotheby's zum Verkauf angeboten (Sotheby's New York, Old Master Drawings, 29. Januar 2014, Los 77). Zwei weitere Entwurfszeichnungen befinden sich zudem im Castello Sforzesco in Mailand (Inv.-Nr. 2426 L 34 und 6125 C 817).
Die vollständige Folge in ganz ausgezeichneten Drucken mit den vollen Rändern. Jeweils im oberen Rand zwei Löchlein von einer Bindung, an den Rändern teils angestaubt, mit leichten Gebrauchsspuren, gelegentlich ausgebesserte Löchlein, nur das Gottvater darstellende Blatt mit hinterlegten Löchern und dünnen Stellen entlang der Ränder und der mittleren Vertikalen sowie mit drei geglätteten horizontalen Falzen, sonst in einheitlich guter Erhaltung.
Los 5437Sabatelli, Luigi
Die Vision Daniels
Auktion 112
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
16.250€ (US$ 18,678)
Die Vision Daniels ("Ich hatte während der Nacht eine Vision: Die vier Winde des Himmels wühlten das große Meer auf. Dann stiegen aus dem Meer vier große Tiere herauf; jedes hatte eine andere Gestalt."). Radierung. 45,7 x 64,5 cm. 1809. Nicht bei Nagler, Le Blanc und Heller-Andresen; Luigi Sabatelli: Disegni e Incisioni, Uffizi, Florenz 1978, Nr. 61.
Der Maler und Radierer Luigi Sabatelli zählt zu den markantesten Vertretern des Neoklassizismus in Italien. Nach dem Kunststudium in seiner Geburtsstadt Florenz lebte und arbeitete Sabatelli zwischen 1789 und 1794 in Rom, wo er mit der neoklassischen Formenwelt vertraut wurde. Er wurde vor allem von dem Klassizismus Davids angeregt und tendierte zu einer strengen, puristischen Auslegung dieser Stilrichtung, wie diese sich beispielsweise im Werke des David-Schülers François-Xavier Fabre offenbart. 1795 kehrte Sabatelli nach Florenz zurück. Unter dem Einfluß von Antoine-Jean Gros, des Kolorismus von Rubens und der venezianischen Maler des Cinquecento entwickelte Sabatelli eine lebhaftere, malerische Stilsprache, in der sich der Übergang vom Neoklassizismus zur Romantik vollzieht. Die Auffassung des Sublimen, die im Schaffen zeitgenössischer englischer Künstler wie Flaxman und Runciman eine dominierende Rolle spielt, sollte auch Sabatellis Werk grundlegend prägen. Charakteristisch für Sabatellis Zeit ist seine eklektisch gefärbte Themenwahl, die aus Themen der Bibel, der Legende, der antiken Mythologie und der alten griechischen und römischen Geschichte ihre Inspiration schöpft.
Die meisterhaft ausgeführte Darstellung der Vision Daniels ist ein charakteristisches Beispiel dieser neuen, stark romantisch gefärbten Attitude. In einer hochindividuellen, dramatisch bewegten Inszenierung schildert Sabatelli die Erscheinung des alttestamentarischen Weissagers (Buch Daniel 7 : 1-28), in der vier apokalyptische Tiere aus dem Meer heraufsteigen. Mit seiner detaillierten Schilderung der angsterregenden Fabeltiere folgt Sabatelli dem Urtext des Propheten sehr genau. Ganz dem spektakulären Gehalt der Szene angemessen ist Sabatellis Anwendung der Radiertechnik, die ungemein vielseitig ist und sich einer bemerkenswert abwechslungsreichen Skala von graphischen Abbreviaturen bedient. Gekurvte Parallellagen, Kreuzschraffuren unterschiedlichster Dichte, Pünktchen und Strichelchen verbinden sich zu einem graphischen Muster von betörender, tonaler Wirkung. Prachtvoller, gegensatzreicher und gleichmäßiger Druck mit dem breitem Rand. Leichte Gebrauchsspuren und Randmängel. geringfügig stockfleckig, sonst sehr gut erhalten.
Los 6605Sabatelli, Luigi
Der Tod des Germanicus
Auktion 106
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
750€ (US$ 862)
Der Tod des Germanicus.
Feder in Schwarz, braun laviert über Vorzeichnung in schwarzem Stift. 47,7 x 69 cm.
Aufgezogen, weitere Erhaltungsmängel.
Los 5404Sabatelli, Luigi
Raccolta di Soggetti Pittorici inventati da Luigi Sabbatelli
Auktion 104
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
10.000€ (US$ 11,494)
Raccolta di Soggetti Pittorici inventati da Luigi Sabbatelli Pittore Fiorentino 42 (von 43 numerierten) Radierungen meist von Sabbatelli, teils von seinen Schülern, zzgl. mit Titelblatt mit gestochenem Bildnis Sabatellis von Romero. 4to-folio. In Halblederbd. der Zeit (berieben und etwas bestoßen) mit etwas Rückenvergoldung und goldgeprägtem Rückenschild. In Roma MDCCCIV Presso Pietro Paolo Montagnani-Mirabili. 1804.
Dieser Band enthält historische, mythologische und allegorische Darstellungen meist nach eigenen Erfindungen Sabatellis, die entweder von Sabatelli selbst oder dessen Schülern darunter Damiano Pernati, Giovanni Romero oder Benigne Gagneraux radiert wurden. Die einzelnen Blätter sind jeweils oben rechts von 1-43 numeriert (Blatt Nr. 39: Tarquinius und Servius Tullio ist nicht vorhanden). Prachtvolle, feinzeichnende Drucke sämtlich mit Rand. Die Tafeln 1 - 29 sind jeweils zu zweit bzw. zu dritt auf einen Bogen gedruckt. Teils leicht stockfleckig, geringe Wasserränder am oberen Rand, vereinzelt leicht fingerfleckig, sonst in außergewöhnlich schöner und originaler Erhaltung. Von großer Seltenheit.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“
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